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Vortrag: Die prähistorische Besiedlung in der Aue der Lahn bei Niederweimar aus naturwissenschaftlicher Sicht

Was können prähistorische Pflanzenreste darüber erzählen, wie Menschen früher im Lahntal gelebt und gewirtschaftet haben?
Südlich von Marburg, bei Niederweimar, erstreckt sich ein langgestreckter Kiesabbau nach Süden. Dort wurden 1991 erste archäologische Spuren früherer Siedlungen entdeckt. Seit 1997 finden regelmäßig Ausgrabungen der hessischen Landesarchäologie statt, die bis heute andauern.
Parallel zu den archäologischen Ausgrabungen wurde die Landschaft mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht. Geolog:innen, Geoarchäolog:innen und Archäobotaniker:innen erforschten, wie sich die Landschaft im Lahntal im Laufe der Zeit verändert hat und wie die Menschen dort Landwirtschaft betrieben. Dabei wurden Pflanzenreste aus dem Boden untersucht, die Hinweise auf die Nutzung von Pflanzen und die Landwirtschaft vergangener Zeiten geben können.
Dr. Ralf Urz vom Fachbereich Geographie der Universität Marburg berichtet über die Ergebnisse von mehr als 30 Jahren naturwissenschaftlicher Forschung in der Kiesgrube. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Fragen: Welche Lebensgrundlagen hatten die Menschen, die dort lebten und wie betrieben sie Landwirtschaft? Und: Wie waren die vorgeschichtlichen Siedlungen durch den Fluss und Hochwasser gefährdet?
Der Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte der Landschaft bei Niederweimar vom Mesolithikum, also der mittleren Steinzeit, bis ins Mittelalter und zeigt, was sich aus archäologischen Funden, Landschaftsspuren und Pflanzenresten über das Leben der Menschen in dieser Region erfahren lässt.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.