Eröffnung der Sonderausstellung „Ein gut Theil Eigenheit“ – Lebenswege früher Archäologinnen (bis Mai 2025).
Frauen wirkten seit dem späten 18. Jahrhundert als Altertumskundlerinnen und Archäologinnen.
Lange bevor Frauen an den Universitäten zugelassen waren, lange bevor Archäologie als akademisches Fach etabliert war,
sammelten sie, gruben aus, zeichneten,
fotografierten,
katalogisierten,
inventarisierten,
schrieben wissenschaftliche Werke und
entwickelten dabei neue Methoden.
Sie schufen damit wichtige Grundlagen der Archäologie.
Viele dieser Frauen waren zu ihrer Zeit wegen ihrer Fachkenntnis und ihrer Beiträge zur Wissenschaft hoch geschätzt. Andere blieben im Schatten ihrer Ehemänner oder Vorgesetzten. Heute sind sie und ihre Pionierleistungen in der Öffentlichkeit kaum mehr bekannt.
Die Ausstellung „Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“ stellt die Lebenswege ausgewählter Frauen vor.
Vortrag von Dr. Doris Gutsmiedl-Schümann: „Frühe Archäologinnen und ihre Geschichte(n)“ (Beginn 17 Uhr)
Dr. Doris Gutsmiedl-Schümann, Archäologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Akteurinnen archäologischer Forschung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: im Feld, im Labor, am Schreibtisch“ (AktArcha) wird mit ihrem Vortrag in die Sonderausstellung einführen und u.a. die Marburger Archäologin Thea Haevernick sowie Fachgeschichte in der NS-Zeit und frühen BRD thematisieren.