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Weiße Frau, schwarze Stimme
 
Gospel, Balladen, und Weihnachtslieder beim Adventskonzert im Gensunger Museum
 
Von Manfred Schaake
 
Vorweihnachtliche Stimmung in der Gensunger Museumsscheune: Jutta Wieczorek aus Bad Kissingen und Oliver Herber am Keyboard haben beim Adventskonzert die 90 Zuhörer begeistert. Das Duo trat auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft für Vor-und Frühgeschichte auf. Es war das 13. Konzert. Eine gelungene Premiere, 13 eine Glückszahl. Zwölfmal waren Uwe Henkhaus und das Vokalquartett „Ohrenweide” aufgetreten.
Als Henkhaus im August mitteilte, wegen Personalmangels nicht kommen zu können, war guter Rat teuer. Jörg-Harald Rode, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte: „Ausfallen lassen wollten wir das Konzert nicht. Denn es hat sich bisher ja immer von den vorweihnachtlichen Partys, dem allgegenwärtigen Weihnachtsliedergedudel und Einkaufsstress wohltuend angehoben.” Und es waren schon wieder viele Karten vorbestellt.
Unter dem Motto  „Abwechslung macht Freude” konnte man Jutta Wieczorek verpflichten. Die war als „die weiße Frau mit der schwarzen Stimme” angekündigt worden. Wobei sie selbst mit Blick auf die Balladen, Gospels und Weihnachtslieder schwarz eher als grau verstanden wissen möchte.
Die Frau steht seit 47 Jahren auf der Bühne, ist auch mit Stars aus Funk und Fernsehen weltweit aufgetreten – unter anderem mit Al Martino, Jonny Logan und Chris de Burgh. Sie war Solosängerin auf dem Kreuzfahrer MS Delphin.
In Gensungen klatschten die Besucher begeistert mit, und sie wurden auch mit einbezogen. Das begeisterte sie. „Ihr seid super. Ich würde Euch gern zu einem Chor zusammenschließen und mitnehmen,” sagte sie. Unter anderem erklangen die Klassiker Stille Nacht, Jesus Christ, oh when the saints go marching  in und down by the Riverside. Und man erfuhr, dass „Tränen lügen nicht” laut Wieczorek „ein ganz altes Weihnachtslied ist.” Die Melodie wurde für „When a Child is Burn” adaptiert.
Zwischen Fröhlichem und Besinnlichem kam auch die Sehnsucht nach Liebe und Frieden auf. Die Besucher genossen vor und nach dem Konzert im festlich geschmückten Innenhof des Museums die besondere Atmosphäre. Jutta Wieczorek dazu: „Das ist phantastisch. Das ist alles mit viel Liebe und Herzblut gemacht und es ist heimelig.” Ein erneut gelungenes Konzert. Und schon jetzt freuen sich viele Anhänger dieser Veranstaltung auf die 14. Auflage im nächsten Jahr.

 

 

 

 

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