Aktuelles

Wir laden ein zum virtuellen Rundgang durch unsere Ausstellung

Mit modernster Technik hat Denny Bott (rundgang-virtuell.de) aus 3D-Aufnahmen einen virtuellen Rundgang durch unsere Ausstellung erstellt. Diesen möchten wir gern im Rahmen des Internationeln Museumstags am 16.05.2021 veröffentlichen und wünschen viel Spaß bei der Entdeckung der Vor- und Frühgeschichte im Altkreis Melsungen!

Die aktuelle Situation zwingt uns, bis auf weiteres alle Aktivitäten und sämtliche Veranstalten abzusagen:

 

Der Deutsche Verband für Archäologie machts möglich!

Dank der Fördermittel, die vom Deutschen Verband für Archäologiezur Verfügung gestellt wurden, konnte die AG für Vor- und Frühgeschichte im vergangenen Jahr umfangreiche Renovierungsarbeiten an den Museumsgebäuden durchführen.

Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt „Kultur im ländlichen Raum“ startete am 20. April 2020.

Die Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte hat sofort reagiert und Kostenvoranschläge, verbunden mit der Genehmigung an städtischen Gebäuden arbeiten zu dürfen, eingereicht.

Die Bewerbung um Aufnahme in das Programm war erfolgreich. Es wurde am 1.7.2020 in vollem Umfang genehmigt und so konnten die AG im August mit den Arbeiten beginnen.

Laubengang und Hoftor wurden ausgebessert und gestrichen.

 

 

 

 

Am Backhaus, vor 36 Jahren nach Gensungen versetzt,

originalgetreu und funktionsfähig wiederaufgebaut, hatte der Zahn der Zeit so wohl an den Holzbalken als auch an den Gefachen genagt.

 

 

 

 

 

Das Tagelöhnerhaus, im Innenbereich in den Jahren 1996/97 in Eigenleistung renoviert, befand sich hinsichtlich der Fachwerkfassade in einem desolaten Zustand. Sie konnte komplett instandgesetzt werden. Durch die Arbeiten wurde der Gebäudebestand auf Jahre hinaus gesichert.

Der alte Ortskern von Gensungen ist durch diese Maßnahmen erheblich aufgewertet worden, zumal sich neben dem Museum noch das sehr gepflegte Fachwerkensemble der Edder-Apotheke befindet.

Ein Teil der Fördermittel wurde dazu verwendet, die Computerarbeitsplätze im Museum technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Sie liefen auf veralteter Netzsoftware. Ein neuer, leistungsstarker Rechner und ein neues Sicherungssystem erleichtern den ehrenamtlichen Mitgliedern jetzt die Arbeit.

Insgesamt sind rund 22.000 Euro Fördergelder geflossen. Die AG hat – unterstützt durch Spenden – 3.000 Euro zu dem Projekt beigetragen.

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Rückblick auf die Aktivitäten des Jahres 2020

Der Lockdown am 13. März hat uns zunächst gezwungen, alle bis zum Sommer geplanten Veranstaltungen abzusagen. Der Hessische Museumsverband und der Verein für Hessische Landesgeschichte haben alle regionalen und überregionalen Veranstaltungen abgesagt. Auch unsere stille Hoffnung, im Herbst unsere Aktivitäten wieder langsam aufnehmen zu können, hat sich nun zerschlagen.

Dabei hatte das Jahr ausgesprochen hoffnungsvoll begonnen. Wir hatten bis zum 13. März schon 240 Besucher, als Corona alles jäh stoppte.

Dr. Sippels Vortrag „Wo liegt Mattium“ war überlaufen.   Wir mussten viele Interessierte auf einen späteren Termin vertrösten.

Ab diesem Zeitpunkt durften wir zwar keine Besucher mehr empfangen, aber der Vorstand ist in dieser Zeit nicht untätig gewesen.

Im April hat die Stadt Felsberg – auch auf unsere Anregung hin – den Brunnen vorm Museum, der jahrelang stillgelegen hatte, wieder zum Laufen gebracht. Das Brunnenbecken wurde gesäubert und mit einem wasserdichten Putz versehen. Jetzt läuft er wieder, vom Museum aus durch eine Zeitschaltuhr gesteuert.

Im April erreichte uns auch ein Schreiben des Deutschen Vereins für Archäologie (DVA), das ein Sofortprogramm für Museen ankündigte. Unsere Bewerbung um Aufnahme in das Programm war erfolgreich und so konnten wir im August Laubengang und Hoftor streichen lassen, Balken und Gefache vom Backhaus wurden instand gesetzt. Gleiches geschah am Tagelöhnerhaus, das sich in einem äußerst desolaten Zustand befand. Die hierfür bereitgestellten Mittel reichten allerdings nicht aus, da der Sandsteinsockel des Hauses sandgestrahlt und neu verfugt werden musste. Die Stadt Felsberg hat uns dabei unterstützt, die entstandenen Mehrkosten zu stemmen.

 Mit finanzieller Unterstützung des DVA konnten wir auch unsere Computerarbeitsplätze zeitgemäß aufrüsten. Die Computer liefen mit veralteter Netzsoftware (Windows 7). Ein Update auf Windows 10 war nicht möglich, da das die Kapazität der vorhandenen Computer gesprengt hätte. Wir haben daher einen neuen leistungsfähigen Rechner mit Windows 10 gekauft und unser Netzwerk außer Betrieb genommen, denn wir benötigen für die überwiegende Menge der Dateien keine Internetverbindung und können daher unsere älteren Rechner weiter nutzen. Für jeden Rechner wurde eine externe Sicherungs-Festplatte bereitgestellt. Zugleich erleichtert uns diese Maßnahme den Umgang mit der Datenschutzrichtlinie.

Im Mai war ein Redakteur von HR 4 bei uns. Er ist mit Kurt Sänger und Jörg Rode zu der Fundstelle des Schädels von Rhünda gefahren und hat uns dort über die Archäologischen Pfade interviewt. Am 8. Mai ist das Interview gesendet worden. (siehe Anlage).

Das Haus bildete wahrscheinlich den Mittelpunkt einer Hofanlage und war der Sitz einer begüterten Familie. Zum Fundmaterial gehört das Fragment einer grünen Porphyrplatte, die aus Lakonien in Griechenland stammt.

Im Zuge der Arbeiten an der Trasse der Ortsumgehung Felsberg ist am „Lohrer Kreisel“ das Fundament eines Steinhauses entdeckt worden. Die Grabung, an der Christian Lengemann, unser 2. Vorsitzender, beteiligt war, ergab, dass das Haus im 8. Jhd. gebaut worden und um 900 abgebrannt war.

Frühmittelalter hierher gelangte und vermutlich als Altarsstein oder bei Tragaltären Verwendung fand.

Mit großer Betroffenheit mussten wir im Oktober den Tod von Joachim Hübner zur Kenntnis nehmen. Joachim war einer der Gründungsväter unserer AG. Er hat an archäologischen Ausgrabungen teilgenommen und mit seinen wissenschaftlichen Abhandlungen zur Besiedlungsgeschichte des unteren Edertals wesentliche Beiträge zur Erforschung der Regionalgeschichte geleistet. Gern haben wir seinen kenntnisreichen, interessanten Vorträgen zugehört und sind ihm auf seinen

Reisen in exotische Gegenden der Welt gefolgt. Bis 2019, als er den Vorsitz des Kultur- und Geschichtsverein Emstal und den Aufbau des Klostermuseums federführend übernommen hat, war Joachim bei uns aktives Mitglied.  

Joachim war ein wertvolles Mitarbeiter unserer AG und ein guter Freund. Wir werden ihn sehr vermissen.

In diesem Jahr hat Christian Lengemann begonnen, in regelmäßigen Abständen Exponate unseres Museums auf Facebook vorzustellen. Man kann sich dort einloggen, ohne Mitglied zu sein. Stand November haben 76 Personen den Kanal abonniert.

Für unsere 4 archäologischen Pfade liegen jetzt GPS-Daten vor. Sie werden noch überarbeitet, sodass sie als Wanderkarte, als Höhenprofilkarte oder als Story-Karte (An- und Aussichtspunkte werden ausführlich erklärt) zur Verfügung stehen.

Gabi Gräfe und Margot Sänger haben begonnen, unsere vielen Fotos zu sichten und in eine neue Systematik zu bringen.

Höhepunkt des Jahres war sicherlich die Verleihung der Auszeichnung „Museum des Monats“ am 25. September durch Ministerin Angela Dorn. Corona-bedingt konnte dieses Ereignis nur in kleinem Rahmen begangen werden. Die Ministerin hatte eine Stunde Zeit. Nach einer kurzen Begrüßung hat sie sich ausführlich die Ausstellung angesehen und erklären lassen, um dann in freier Rede unsere Arbeit zu würdigen und uns schließlich eine Urkunde und einen Scheck über 1000 Euro zu überreichen. Es war ein sehr angenehmer und ungezwungener Besuch.

 

Der letzte Termin des Jahres wird am 15. Dezember stattfinden. Dann werden wir- wegen Corona – in kleinstem Rahmen eine Zuwendung von 1000 Euro von der EAM-Stiftung erhalten. Das Preisgeld wollen wir für den eisenzeitlichen Raum im Keller des Museums verwenden, der die Atmosphäre vorgeschichtlicher Wohnbedingungen wiederzugeben sucht. Hier kann man Gebrauchsgegenstände der Zeit sehen, z.B. einen Webrahmen, aber auch mit Hilfe von Malsteinen Mehl malen, ein Steinbohrgerät bedienen und mit Pyrit und Flint Feuer schlagen. Diesen Raum wollen wir mit Geräuschen des damaligen Alltags beschallen, z.B. Umweltgeräusche (Regentropfen, Tierlaute), um ein möglichst authentisches Gefühl für die damaligen Lebensumstände zu entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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