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HESSEN-KASSEL IM ZEITALTER DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION

Die Landgrafschaft als bedeutender Staat im Alten Reich 1785 – 1806

Über dieses Thema referiert Karl-Hermann Wegner am Mittwoch, 18. Oktober, um 19.30 in der Museumsscheune Gensungen.

Landgraf Friedrich II., der 1785 starb, war ein anerkannter und typischer Fürst des Absolutismus. Unter seiner Regentschaft bestimmten von Kassel aus bedeutende Minister, Wissenschaftler und Gelehrte das geistige Deutschland und damit auch dessen Verhältnis zu den Ereignissen der Französischen Revolution.

Sein Sohn und Nachfolger, Landgraf Wilhelm IX., entließ die Ratgeber, auf die sich sein Vater verlassen hatte. Er wurde zum entschiedenen Feind der Französischen Revolution. In den Jahren 1792-1795 führte er persönlich an der Seite des preußischen Königs seine Truppen gegen Frankreich.

Nach der Neuordnung Europas unter Napoleon blieb dem Landgrafen als Unterlegenem nur die Flucht aus seinem Land,  das unter Jérôme, dem Bruder Napoleons, ein Teil des Königreichs Westphalen  wurde.

Trotz alledem blieb Kassel ein Zentrum der Kultur. Das sich emanzipierende Bürgertum wurde initiativ. Allein im Bauwesen und bei den Parkanlagen spielte der Fürst weiterhin eine führende Rolle. Die Löwenburg und das Schloss Wilhelmhöhe inmitten des nach englischem Vorbild gestalteten Landschaftspark waren von zukunftsweisender Bedeutung für ganz Europa.

Karl-Hermann Wegner ist ein exzellenter Kenner der Materie. Er war lange Jahre bis zu seiner Pensionierung 2006 Leiter des Stadtmuseums Kassel und von 2006 – 2012 Vorsitzender des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel e.V..

Die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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