Aktuelles aus der Museumsarbeit

Führung auf der Büraburg

Die Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen und der Geschichtsverein Felsberg laden ein zu einer „Führung auf der Büraburg“. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. Juni 2016, statt.

Treffpunkt ist um 18.00 Uhr der Parkplatz ‚Büraberg‘. Die Zufahrt zum Parkplatz ist von Ungedanken aus gut ausgeschildert.

Führen wird uns  Dr. Schotten, ehemaliger Leiter des Regionalmuseums Fritzlar, Archäologe und Historiker. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Materie.

Der Büraberg bei Fritzlar ist einer der historisch bedeutsamsten Berge nördlich des Limes. Auf dem Plateau befindet sich ein uralter Friedhof, in dessen Mitte und höchsten Punkt sich eine Kapelle befindet, die der Hl. Brigida ge

weiht ist. Sie war das Zentrum einer Burganlage – der Büraburg. Diese  war eine der Wirkungsstätten des Heiligen Bonifatius und spielte bei der Christianisierung und der politischen Erschließung Nordhessens durch das Fränkische Reich eine besondere Rolle.

Die Führung wird ca. 1,5 –  2  Stunden dauern und ist kostenlos.

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Backtag im Museum Gensungen

Backen nach Urgroßmutters Art – Samstag war und ist Backtag, und zwar am Samstag, den 25. Juni 2016 um 13.30 Uhr im Museum Gensungen.

Der Holzofen im Backhaus wird angeheizt, der Brotteig ist vorbereitet, es wird gemeinsam gebacken, getratscht und verzehrt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, entscheidet die Reihenfolge der Anmeldungen.

Ein Kostenbeitrag von 10 Euro wird erhoben.

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8000 Jahre Landwirtschaft

Führung auf dem ‚Archäologischen Pfad 4‘ um Felsberg-Beuern

 Die AG für Vor- und Frühgeschichte lädt ein zur Wanderung am Sonntag, 3. Juli, auf dem archäologisch-historischen Pfad  „8000 Jahre Landwirtschaft“ .

Der Pfad führt in und durch die Gemarkung Beuern. Er konfrontiert den Wanderer mit der jahrtausende alten Siedlungsgeschichte dieses Gebietes. Die Fundplätze dokumentieren die Spuren der ersten Bauern der Jungsteinzeit, die Siedlungsgeschichte dieses Raumes und die Entwicklung der Landwirtschaft, die diese Region bis heute prägt.

Dreizehn Informationstafeln entlang des Pfades erläutern die vor- und frühgeschichtlichen Fundstücke, die in der Nähe der jeweiligen Tafel gesichert wurden. Außerdem  geht es um  die aktuellen Fakten und Probleme landwirtschaftlicher Tätigkeit.

Der Rundweg ist knapp 11 Kilometer lang und steigt von Gensungen bis zum höchsten Punkt der Strecke, dem Kirchwedel, ca.140 m an.

Wir wandern zunächst durch das Sunderbachtal  Richtung Beuern bis zu einer Furt, die mit Steinen ausgelegt ist. Nach Überqueren des Baches  geht es weiter hinauf zum ‚Kirchwedel‘. P1000382Von dort hat man eine gute Sicht auf das Edertal und den Sundhof. Auf fast gleicher Höhe geht es dann weiter,  bis wir auf die Straße von Beuern nach Hilgershausen stoßen und diese Richtung Markwald überqueren. Am Waldrand verlassen wir den Weg und erreichen nach ca. 400 m im Wald ein eisenzeitliches Hügelgrab.

Auf gleichem Weg geht es im Wald zurück. Wir folgen nun dem Waldrand, bis wir den Sunderbach überqueren und schließlich den Ort Beuern erreichen. Der archäologische Pfad  führt jetzt die ‚Höhle‘ hinauf zum Weg, der parallel zur Bundesstraße (253) nach Gensungen führt. Nach einem Abstecher zum ‚Hühnerberg‘ geht es hinab ins Sunderbachtal und zurück ins Museum nach Gensungen. Dort erwartet die Wanderer ein kleiner Imbiss und die Gelegenheit, die unterwegs beschriebenen Funde zu besichtigen.

Wanderstopps an den 13 Infotafeln, eine angenehme Rast (Rucksackverpflegung) und die eigentliche Gehzeit summieren sich zu einer Gesamtdauer von ca. 5 ½  Stunden Dauer.

Die Führung startet am Sonntag, 3. Juli,  um 10.00 Uhr am Museum Gensungen. Die Führung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter Tel.: 05662-50231  oder                                                       Email: ag-museum-gensungen@t-online.de

 

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„Scherbenkongress“ im Gensunger Museum

61 ehrenamtliche Mitarbeiter der Hessischen Landesarchäologie trafen sich am 11. Juni auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen e.V. zum Erfahrungsaustausch im Gensunger Museum.

Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Vortrag von Hans-Jörg Vierke über die ‚Steinzeit im Chattengau‘. Um steinzeitliche Artefakte zum Reden zu bringen, hat Vierke eine spezielle Technik im BereiIMG_3319ch der Makrofotografie angewandt. Mit Hilfe spezieller Computerprogramme zur Bildbearbeitung ist es möglich, Bearbeitungsspuren sichtbar zu machen, die mit menschlichem Auge nicht erkennbar sind. Tiefenschärfe und Farbqualität seiner Bilder sind  trotz tausendfacher Vergrößerung frappierend.  18 mm große Pfeilspitzen erscheinen in 1,80 Meter Größe auf der Leinwand.  Das bringt nicht nur fachliche Erkenntnisse, sondern bereitet auch ästhetischen Genuss.

Daneben präsentierten die Teilnehmer zahlreiche neue Fundstücke aus der Region, die gemeinsam begutachtet und zeitlich zugeordnet wurden.

Stadtrat Klaus Albert, der die Grüße der Stadt überbrachte, betonte die herausragenden Leistungen der Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiet der Archäologie.

Die Bezirksarchäologen Dr. Thiedmann und Dr. Sippel vom Landesamt für Denkmalschutz in Marburg würdigten die seit 11 Jahren bestehende Institution ‚Scherbenkongress‘ als wertvolle Einrichtung, die landesweit einzigartig sei und  wichtige Informationsbörse für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ‚Hessenarchäologie‘ .

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Nicht unerwähnt bleiben sollte die überaus angenehme Atmosphäre im Museumshof und die gewohnt gute Verköstigung aller Teilnehmer durch die Aktiven des Vereins.

 

 

 

 

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