Aktuelles

Die aktuelle Situation zwingt uns, bis auf weiteres alle Aktivitäten und sämtliche Veranstalten abzusagen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gensunger Museum vom Land Hessen      ausgezeichnet

Von Manfred Schaake

„Ohne Ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement wäre solch ein wunderbares Werk gar nicht möglich.” Mit diesen Worten hat die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, das von der Arbeitsgemeinschaft (AG) für Vor- und Frühgeschichte neu gestaltete Museum in Gensungen gewürdigt. „Für besondere Verdienste und vorbildlichen Einsatz in der hessischen Museumslandschaft” erhielt das Museum die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung Museum des Monats. Das Museum ist derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen. Auf Anfrage sind Besichtigungen in kleinen Gruppen möglich.

„Es ist wichtig, dass wir diese kleinen Juwelen erhalten”, sagte die Ministerin. Das Gensunger Museum sei eine „kleine, wunderbare Perle”. Sie würdigte „die Liebe, die Sie hier reingesteckt haben”. Das Museum sei ein echtes Gemeinschaftswerk der AG für Vor- und Frühgeschichte: „Solche Vorbilder braucht unser Land.”

Besonders beeindruckt war die Ministerium vom ältesten Hessen. Das ist der Eiszeitjäger aus Rhünda. Fluten eines schweren Unwetters hatten in der Nacht vom 19. zum 20. Juli 1956 am Rhündabach einen Schädel freigespült. Der ist nach wissenschaftlichen Untersuchungen etwa 12 000 Jahre alt. Günther Otys und Reinhart Wendel – damals zehn Jahre alt – hatten den Schädel gefunden. Die Nachbildung ist eine der Attraktionen des Museums, etwas Besonderes und deutschlandweit einzigartig. Das Original befindet sich im Kasseler Landesmuseum.

Das Museum war im Mai vorigen Jahres nach zweieinhalbjähriger Umbauphase neu eröffnet worden. Mit viel Einsatz und Herzblut sei das Museumskonzept überarbeitet und ausgebaut worden, lobte die Ministerin. Zu den Gesamtkosten gab es bis zu 80 Prozent Zuschüsse und Spenden. Den Löwenanteil der Arbeitsleistung erbrachten acht Mitglieder der AG: Sie leisteten 3800 Stunden freiwilligen Arbeitsdienst.

Die seit 47 Jahren bestehende AG hat zur Zeit 110 Mitglieder, davon 13 Aktive „und sechs hyperaktive”, wie Vorsitzender Jörg-Harald Rode formuliert.

Nach der Umgestaltung auch mit Unterstützung des Hessischen Museumsverbandes und des Landesmuseums Kassel präsentiere sich das Museum kundenfreundlicher, die Exponate würden auch dem Laien verständlicher präsentiert, sagte Rode. Die besondere Herausforderung habe darin bestanden, unter Nutzung der vorhandenen Vitrinen bei beschränkten räumlichen und auch finanziellen Möglichkeiten die Neukonzeption umzusetzen. Wissenschaftlich anspruchsvolle Texte habe man allgemeinverständlich formuliert. Geschichte sei jetzt noch besser erlebbar und begreifbar.

Das Jahr 2020 habe hoffnungsvoll begonnen, sagte Rode. Bis zum 13. März kamen schon 240 Besucher: „Dann kam der Lockdown, und unser ganzes, schönes Jahresprogramm fiel ins Wasser.” Rund 30 Veranstaltungen bis hin zum Weihnachtskonzert habe man absagen müssen. Man habe die Zeit für Renovierungsarbeiten genutzt, die der Deutsche Verband für Archäologie finanziell unterstützt habe. Auch das Back- und Tagelöhnerhaus seien renoviert worden.

Das Preisgeld des Landes werde man für den eisenzeitlichen Raum im Keller verwenden, der die Atmosphäre vorgeschichtlicher Wohnbedingungen wiedergebe. Hier sehe man Gebrauchsgegenstände der Zeit wie zum Beispiel einen Webrahmen, könne aber auch mit Hilfe von Mahlsteinen Mehl mahlen, ein Steinbohrgerät bedienen und mit Pyrit und Flint Feuer schlagen. Diesen Raum wolle man mit Geräuschen des Alltags beschallen.

„Das ist ein Einsatz mit viel Herzblut”, würdigte Ministerin Dorn: „Die Vor- und Frühgeschichte ist ein spannendes Feld, das nicht viele Heimatmuseen behandeln.” Besonders gut sei das anschauliche Konzept in Gensungen, „die Besucher können viel selbst ausprobieren”. Auch die digitale Erkundung der Exponate sei sehr gut.

 

 

HINTERGRUND

Faustkeil das älteste Stück

Das Gensunger Museum im ehemaligen Bürgermeisteramt besteht seit 1973. Die Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte zeigt schwerpunktmäßig archäologische Funde aus dem Altkreis Melsungen, insbesondere aus dem unteren Edertal. Das älteste Stück ist ein Faustkeil aus dem Sunderbachtal.

Zum Museum gehört auch eine permanente Sammlung im Tagelöhnerhaus, die im Rahmen von Sonderausstellungen in der Museumsscheune ergänzt wird.

Bisher kamen pro Jahr während der Öffnungszeit von April bis Oktober samstags und sonntags rund 1000 Besucher. Es waren aber auch schon 1200 und im Jahr 2015 sogar 1350 Besucher in nur sechs Monaten.

Die Arbeitsgemeinschaft ist für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet worden – unter anderem mit dem Paul-Dierichs-Preis unserer Zeitung, dem Hessischen Denkmalschutzpreis und dem Ehrenpreis des Schwalm-Eder-Kreises für beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement. m.s.

Kontakt: Jörg-Harald Rode, Telefon 05622/2370. www: ag-museum-gensungen.de E-Mail: ag@museum-gensungen.de

Von links: Landrat Winfried Becker, 2. Vorsitzender Christian Lengemann, Ministerín Angela Dorn und 1. Vorsitzender Jörg-Harald Rode

 

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Rückblick 2019

Mit dem vergangenen Jahr können wir in jeder Hinsicht zufrieden sein. Die Anzahl unserer Mitglieder ist stabil geblieben.

Die Besucherzahl im Berichtszeitraum lag bei 932 Personen (598 im Vorjahr). Dies ist ein Zuwachs von 334 Personen gegenüber 2018. Der Zuwachs erklärt sich daraus, dass wir das Museum im Mai 2019 nach gut zweieinhalbjähriger Umbauzeit wieder eröffnen konnten. Die nach neuesten museums-pädagogischen Gesichtspunkten konzipierte Ausstellung hat sich ausgesprochen positiv auf die Besucherzahl ausgewirkt.

Offiziell hatten wir für 2019 16 Veranstaltungen angesetzt. Tatsächlich sind aber 25 Veranstaltungen durchgeführt worden:

  • Wir sind wieder auf den archäologischen Pfaden gewandert,
  • Dr. Schotten hat uns über das Steinkammergrab in Züschen geführt. Im Anschluss daran informierte uns Frau Heer über die Geschichte von Schloss Garvensburg und seiner Besitzer.

Steinkammergrab Züschen

 

  • Joachim Hübner hat über die vergessene Burg von Wolfershausen referiert.

Ein besonderer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Wiedereröffnung des Museums am 17. Mai (Festkommers) und am 19. Mai (Internationaler Museumstag). Zu dem Festkommers konnten wir unsere Förderer (ortsansässige Geldinstitute und private Spender), Fr. Dr. Adamek (Hess. Museumsverband), Herrn Härtel-Klopprogge (Grafiker), Bürgermeister Steinmetz und auch Landrat Becker begrüßen. Neben sehr viel Lob und Anerkennung für unsere Arbeit, wurden unser 1. Vorsitzender Jörg Rode und unser 2. Vorsitzender Rolf Fröhlich überraschenderweise mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

 

Vergabe des Ehrenbriefs des Landes Hessen

  • In den Mitteilungen Nr. 57 des Hessischen Museumsverbandes wurde unsere Ausstellung mit einem zweiseitigen Artikel und der Titelseite gewürdigt.
  • Der „Scherbenkongress“ der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hessen-Archäologie stand dieses Mal ganz im Zeichen der Wiedereröffnung des Museums.
  • Ein Highlight war sicherlich auch das Adventskonzert mit dem Vokal-ensemble „Ohrenweide“ und der Autorin Astrid Ruppert, die aus ihrem Buch „Obendrüber da schneit es“ passende Textausschnitte vorgelesen hat.

Die ersten Monate des Jahres haben noch einmal eine Fülle von Zusatzterminen gebracht. Ständige Rücksprachen mit dem Hessischen Museumsverband und dem Grafiker waren an der Tagesordnung. Die aktiven Vereinsmitglieder mussten sich mächtig ins Zeug legen, um den Eröffnungstermin zu halten.

Wenn wir vorher gewusst hätten, wieviel Arbeit mit der Neugestaltung des Museums auf uns zu kam, ich weiß nicht, wie wir entschieden hätten, denn das Projekt war von der Arbeitsbelastung her grenzwertig. Aber wir haben bei unserer Arbeit sehr viel gelernt und je mehr das Projekt Gestalt angenommen hat, desto mehr hat es unseren Ehrgeiz geweckt und auch Spaß gemacht.

Die „Basisarbeit“ wie z.B. Bibliothek, Zeichnen, Archivalien, Erfassung und Dokumentation der Volkskunde, Übertragung der Fundberichte auf den PC, Fotodokumentation, Pflege der Homepage, Pressearbeit und das Catering zu unseren Veranstaltungen ist trotzdem gut gelaufen.

Das war und ist nur möglich dank Ihrer finanziellen Unterstützung und mit Hilfe von Sponsoren. Ich danke besonders dem Hess. Museumsverband, der Kreissparkasse Schwalm Eder, der VR-Bank Schwalm-Eder, dem Verein Heimat- und Brauchtumspflege Melgershausen, dem Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister, dem Haus- und Grundbesitzerverein Felsberg, dem Partyservice Fischer und privaten Spendern.

Besonders Dank gilt der Stadt Felsberg für die sehr angenehme und konstruktive Zusammenarbeit.

Was haben wir uns für 2020 vorgenommen?

Folgende Veranstaltungen sind vorgesehen:

19.02.2020     Dr. Klaus Sippel „Mattium – wo lag der Hauptort der Chatten“

06.03.2020     Weinakademie Schwalm-Eder

25.03.2020     Dr. Jochen Ebert „Domänenhof Mittelhof“

17.04.2020    Weinakademie Schwalm-Eder

01.05.2020     Wanderung Pfad 1 (Hessens Krone)

16.05.2020     Melsunger Kräuterwanderung

17.05.2020     Internationaler Museumstag                                                                               

27.06.2020     Scherbenkongress

04.07.2020     Wanderung Pfad 3 (Höhensiedlung Rhündaer Berg)

11.07.2020     Melsunger Kräuterwanderung

28.07.2020     Erzählcafe des Mehrgenerationenhauses

22.08.2020     Wanderung Pfad 2 (Eiszeitjäger von Rhünda)

12.09.2020     Melsunger Kräuterwanderung

03.10.2020     Wanderung Pfad 4 (8000 Jahre Landwirtschaft)

14.10.2020     Exkursion: Klostermuseum Merxhausen

04.11.2020     Christian Lengemann  „Von der Umgehungsstraße Felsbergs in die

                           Steinzeit“

20.11.2020     Weinakademie Schwalm-Eder

05.12.2020     Adventskonzert mit dem Vokalquartett „Ohrenweide“

08.12.2020     Erzählcafe des Mehrgenerationenhauses

 

Was erwartet uns 2020 noch

 

  • Der Laubengang und die Tür vom Tagelöhnerhaus müssen gestrichen werden
  • Das Backhaus müsste renoviert werden
  • Das Eingangstor ist zu streichen
  • Ein Eckständer am Museumsgebäude muss ersetzt werden (laut Auskunft Stadt noch in diesem Jahr)
  • Die EDV-Technik muss auf Windows 10 eingestellt werden
  • Die Eingangstreppe am Museum muss neu gesetzt werden
  • Die Beleuchtung des Museumsschildes muss nach dem Wechsel der Straßenlampe (LED) anders gestaltet werden
  • Der Wanderführer und der Flyer Pfad 4 brauchen eine Neuauflage
  • Ein Museums-/AG -Flyer sollte erstellt werden
  • Eine Info-Tafel auf den archäologischen Pfaden muss erneuert werden
  • Begutachtung der Funde vom Heiligenberg bei Frau Dr. Görner in Kassel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Museum fit für die Zukunft

Gensunger Ausstellung nach pädagogischen Gesichtspunkten umgestaltet

Von Manfred Schaake

Vom ältesten Hessen bis zu dem Erlebnis, wie im Hubschrauber über Heiligenberg, Felsburg und Altenburg zu fliegen, bietet das Museum Gensungen künftig ganz neue Einblicke in die Geschichte unserer Heimat. Nach über zweijährigen Umbau- und Renovierungsarbeiten wird das völlig neu gestaltete Museum am Sonntag, 19. Mai – dem 42. internationalen Museumstag – um 14 Uhr wieder öffnen. Es ist an diesem Tag bis 17 Uhr geöffnet. Der Museumshof ist bewirtschaftet.
Dank der Initiative der Arbeitsgemeinschaft (AG) für Vor- und Frühgeschichte und einer Förderung durch das Land Hessen und den Hessischen Museumsverband konnte die seit 2017 laufende museumspädagogische Gestaltung mit multimedialen Präsentationsformen noch erweitert werden. Das verlängerte zwar die Schließungsphase, aber die AG zieht einen erfolgreichen Schlussstrich: Die Geschichte sei jetzt noch besser erlebbar und begreifbar.
„Wir haben unser Museum für die Zukunft fit gemacht”, sagt AG-Vorsitzender Jörg-Harald Rode im HNA-Gespräch. Der Schwalm-Eder-Kreis sei vom Hessischen Kunst- und Kulturministerium kürzlich in das Projekt Landkulturperlen aufgenommen worden. Rode: „Ich wünsche mir, dass das Museum Gensungen als eine solche Perle wahrgenommen wird.”
Zu den Gesamtkosten von 160 000 Euro gab es nach Angaben der AG bis zu 80 Prozent Zuschüsse und Spenden. Den Löwenanteil der Arbeitsleistung erbrachten acht Mitglieder der AG: Sie leisteten 3800 Stunden freiwilligen Arbeitsdient. Ein beispielhafter Aufwand, der sich gelohnt hat, wie namens der AG auch Rolf Fröhlich und Kurt Sänger dankbar unterstreichen.
Der älteste Hesse – das ist der Eiszeitjäger von Rhünda. In der Nacht vom 19. zum 20. Juli 1956 spülten die Fluten eines schweren Unwetters am Rhündabach einen Schädel frei, der nach wissenschaftlichen Untersuchungen etwa 12 000 Jahre alt ist. Die damals zehnjährigen Günther Otys und Reinhart Wendel fanden den Schädel am Bachufer. Die Nachbildung ist nach den Worten von Rode, Rolf Fröhlich und Kurt Sänger eine der Attraktionen des Gensunger Museums – etwas Besonderes, deutschlandweit etwas Einzigartiges. Die Gensunger Geschichtskenner „tauften” den Menschen, zu dem der Schädel gehört, Eiszeitjäger von Rhünda. Das Original befindet sich im Kasseler Landesmuseum.
Wichtigste Partner beim Umbau des Museums waren das Landesamt für Denkmalpflege, die Kommission für archäologische Landesforschung, die Universität Marburg, der Hessische Museumsverband und das Landesmuseum Kassel. Im ehemaligen Bürgermeisteramt Gensungen wird die Geschichte des Altkreises Melsungen aus der Zeit 200 000 Jahre vor Christi Geburt bis ins Mittelalter dokumentiert. Auch für junge Menschen, so die AG, sei das Museum nun attraktiver: Die Geschichte werde durch technische und gestalterische Projekte besser vermittelt und kommuniziert.
Ein Beispiel: Im Original nur drei bis fünf Zentimeter großes Steinwerkzeug aus der Altsteinzeit wird auf einem Monitor bis zu 13-fach vergrößert. So kann der Betrachter beispielsweise sehr gut die Bearbeitungsspuren erkennen. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung des Hobbyfotografen Jörg Vierke aus Metzte durch eine sehr aufwändige Makrofotografie. WEITERE BERICHTE
Fachfrau: Vorbild für kleine Museen
Seit Jahren war die Präsentation in den Vitrinen unverändert. Der gute Rat des Hessischen Museumsverbandes: „Ihr seid wissenschaftlich top, müsst aber museumspädagogisch aufrüsten, damit der Laie besser angesprochen wird.” Dr. Ulrike Adamek von der Museumsberatung des Verbandes: „Die 30 Jahre alte Dauerausstellung war optisch überaltert und das Konzept entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an Vermittlung im Museum.” Die jetzige professionelle Museumsgestaltung könne ein Vorbild sein für kleine Museen, die in der Zukunft bestehen wollen. Fachliche Beratung sei hilfreich. Dr. Adamek: „Die Zahl der Museen sollte nicht mehr steigen, verbessern könnte sich jedoch mancherorts die Qualität. Eine attraktive, facettenreiche Museumslandschaft kennt keinen Stillstand.” m.s.
 
Von Grau bis Rot
Zum erweiterten Museumskonzept gehört auch die neue Vitrinengestaltung nach der Vorgabe des Grafikers Steffen Härtel-Klopprogge aus Kassel. Die Farben der Vitrinen-Rückwände werden verschiedenen Zeitepochen zugeordnet. Es beginnt mit dem Grau der grauen Vorzeit und setzt sich fort über warme, gedeckte Grün- und erdige Orangentöne bis hin zum Rot. Mit der neuen Farb-Zeit-Skala wird die Zuordnung der Farben und Epochen deutlich. Die neu gestalteten Hintergründe lassen die ausgestellten Objekte gut in den Vordergrund treten. Die Illustrationen sollen unaufdringlich, aber klar erkennbar sein. Die Arbeitsgemeinschaft ist sich sicher, dass das völlig  neue Konzept überregionale Beachtung finden und insbesondere Kinder und Jugendliche für die Geschichte unserer Region sensibilisieren wird.  m.s.
 
HINTERGRUND
Faustkeil das älteste Stück
Das Gensunger Museum im ehemaligen Bürgermeisteramt besteht seit 1973. Die Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte zeigt schwerpunktmäßig archäologische Funde aus dem Altkreis Melsungen, insbesondere aus dem unteren Edertal. Das älteste Stück ist ein Faustkeil aus dem Sunderbachtal.
Zum Museum gehört auch eine permanente Sammlung im Tagelöhnerhaus, die im Rahmen von Sonderausstellungen in der Museummscheune ergänzt wird.
Bisher kamen pro Jahr während der Öffnungszeit von April bis Oktober samstags und sonntags rund 1000 Besucher. Es waren aber auch schon 1200 und im Jahr 2015 sogar 1350 Besucher in nur sechs Monaten.
Die Arbeitsgemeinschaft ist für ihr Engagement mehrfach ausgezeichnet worden – unter anderem mit dem Paul-Dierichs-Preis unserer Zeitung, dem Hessischen Denkmalschutzpreis und dem Ehrenpreis des Schwalm-Eder-Kreises für beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement.
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